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Über was sprichst du eigentlich?


Wir alle haben sicher schon sehr viel über gute und wertschätzende Kommunikation gelesen und kennen einige Kommunikationstheorien und Ansätze.

Wir verstehen sie auch, wenn wir darüber lesen - im Eifer des "Gefechts" fällt uns die Anwendung jedoch meist eher schwer.:-(

Wir wissen, dass wir achtsam und wertschätzend sprechen wollen - In der Kommunikation mit unseren Kindern fällt uns jedoch etwas ganz Simples meist gar nicht auf:

Weiß unser Kind, über was wir eigentlich gerade sprechen?

Haben wir unserem Kind überhaupt gesagt, um was es uns geht?

Eine einfache neutrale Beschreibung gegeben, ohne ihm direkt etwas vorzuwerfen oder einen Befehl zu erteilen?

Ein einfaches Beispiel:

Zwei Kinder auf dem Spielplatz schaufeln Sand und werfen diesen in die Luft.

Unsere typische Reaktion ist häufig: Hört sofort auf damit!

Wir glauben erstens, dass die Kinder sofort verstehen, dass sich unser "Hört auf" auf das "mit Sand bewerfen" bezieht und wir glauben außerdem, dass wir unserem Kind damit eine klare Anweisung erteilt haben.

Wir könnten es jedoch einmal ganz anders versuchen und einfach nur sagen, bzw. eine Beschreibung davon geben was wir wahrnehmen:

"Ihr bewerft euch mit Sand" — und abwarten wie die Kinder darauf reagieren.

Jetzt sind die Kinder selbst gefragt — und können inne halten und überlegen (reflektieren) was hier gerade passiert und wie sie weiter damit umgehen wollen.

Oder wir können auch nach einer Weile weiter Fragen oder Aussagen darüber machen z.B.:

"Das kann in die Augen gehen und sehr weh tun." oder weitere Fragen stellen, die dazu auffordern selbst darüber nachzudenken, was "richtig" ist: "Was passiert, wenn ihr so weiter macht"?

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, Kindern handlungsleitende Ansagen zu erteilen, statt ihnen zu sagen was sie NICHT machen sollen, da unser Gehirn diese Aussagen schlechter verarbeitet, bzw. nicht wirklich versteht.

Wir könnten also z.B. auch sagen:

"Der Sand gehört in den Sandkasten!" oder "Die Schaufeln gehören in den Sand!"

Dieses Beispiel soll zeigen, wie sinnvoll es sein kann sich zurück zu halten und Kindern Entscheidungen darüber wie sie handeln wollen selbst überlassen können.

Das hat den Vorteil, dass sie lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und Lernen zu reflektieren.



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