Spielend zur Schulreife

Aktualisiert: März 2


Mädchen tanzend im Wald | Trotzphase mit 5

Spielend zu Problemlösefähigkeit, Kreativität, Wissen und Einfühlungsvermögen


Wie kann ich mein Kind am besten fördern?


Diese Frage stellen sich heutzutage die meisten Eltern.

Verunsichert oder aufgeschreckt durch vielfache „Warnungen“ in Ratgebern und Medien kaufen viele Eltern die unterschiedlichsten Lernmaterialien für ihr Kind oder melden es in vielen unterschiedlichen Kursen an, um es zu fördern.


Was unser Kind aber wirklich braucht, um sich optimal zu entwickeln, ist das „Freie Spielen“, denn:


"Freies Spielen" sorgt für eine optimale Vernetzung im Gehirn.

Es schafft die Grundlage für Konzentration, Motivation und Lernfreude.


Und dafür gibt es einen Grund!


Neurowissenschaftler u.a. (vgl.: Brown, S. M.D. 2010) haben herausgefunden, dass „Freies Spielen“ das Gehirn auf enorme Weise prägt:

Durch ausgiebiges "Freies Spielen" werden Kinder klüger und anpassungsfähiger.


• "Freies Spielen“ fördert das Einfühlungsvermögen.


• "Freies Spielen" ist die Basis für Kreativität.


• Durch "Freies Spielen" entwickelt unser Kind Innovationsfähigkeit.


• Durch "Freies Spielen" entwickelt es seine sozialen Fähigkeiten.


• Durch "Freies Spielen" entwickelt es Problemlösekompetenzen.


• Durch "Freies Spielen" erweitert es sein Wissen.

Spielend zur Schulreife:


Spielaktive Kinder werden so zu schulfähigen Kindern!


Ausgenommen davon ist das geplante, vorgefertigte Spiel, das nicht aus eigener Motivation entsteht, keinerlei Variationen und Improvisationen zulässt und einem bestimmten Zweck dient.


Jedes Kind sucht sich nämlich im „Freien Spielen“ immer genau die Spiele aus, deren Lerninhalte es gerade am meisten braucht. Es erschafft so seine eigene, optimale Frühförderung.

Wissenschaftler (vgl. Krenz, A. 2009 ) bestätigen, dass spielaktive Kinder sich:


• Im emotionalen Bereich Enttäuschungen besser verarbeiten können, eine höhere

Frustrationstoleranz besitzen und einen höher ausgeprägten Optimismus in sich tragen.

• Im sozialen Bereich zeigen spielaktive Kinder, dass sie in Gesprächen besser zuhören und

eine geringere Vorurteilsbildung besitzen. In Konfliktsituationen reagieren sie angemessener. Sie

zeigen eine höhere Verantwortungsbereitschaft für sich und andere Menschen. Sie sind

hilfsbereiter und emotional stabiler.

• Im motorischen Bereich zeigen sie eine höhere Selbstaktivität. Ihre Reaktionsfertigkeit ist

rascher, ihre Gesamtmotorik flüssiger und ihre Grob- und Feinmotorik sind differenzierter.

Sie zeigen grundsätzlich eine bewusstere Selbstkontrolle.

• Im kognitiven Bereich zeigen spielaktive Kinder ein besseres vernetztes Denken.

Es fällt ihnen leichter Schlussfolgerungen ziehen.

Sie haben eine höhere Konzentrationsfähigkeit, ihre Sprache ist differenzierter und sie verfügen

über einen umfassenderen Wortschatz.


Fachleute kommen daher zu dem Schluss, dass Spielfähigkeit und „freie Spielaktivität“ als Vorrausetzung für die Schulfähigkeitsmerkmale angesehen werden muss.


Falls du Fragen hast, oder mit mir arbeiten möchtest, schreibe mir einfach eine kurze email unter: kontakt@kinderhochdrei.de oder schreibe mir eine whatsapp unter: +49 176 621 00 257

Stichwort: Bindungsorientierte Erziehung

Ich freue mich auf dich! Claudia

"Freies Spiel", birgt in sich großes Potential zur Improvisation, ist offen für Veränderungen und für vielerlei Möglichkeiten und Wendungen.

Es wirkt belebend und faszinierend, ist kurzweilig, fröhlich und ansteckend.

Oft ist es auch aufregend und spannend.

Die Kinder begeben sich mit ihren Spielpartner in eine andere Welt und drücken sich gleichzeitig darüber aus. Sie erkunden die Welt, sich selbst und andere und lernen sich und die Welt darüber immer besser kennen und begreifen.


Darüber hinaus zeigen Kinder ihre eigenen Wünsche, Ideen und Interessen, die Eltern aufgreifen und mit ihnen gemeinsam vertiefen können.


Spielende Kinder lernen, ohne dass ihnen das Lernen dabei je bewusst wäre.

Auf diese Weise können wir das „freie selbstgewählte Spiel“ unseres Kindes fördern:


1. Die beste Spielwiese ist die freie Natur Hier gibt es keine vorgefertigten Spielmaterialien, die

die Phantasie unseres Kindes begrenzen könnten.


2. Es kann sich frei bewegen und dabei seinen Körper und dessen Fähigkeiten erforschen.

Rennen, Kriechen, sich eine Wiese herunter rollen lassen, im warmen Gras liegen, die Erde

am Rücken spüren, in den See springen und abends die Sterne betrachten.


3. Kinder klettern auf einen Baum und betrachten die Welt plötzlich von oben:

Diese Erfahrungen sind für Kinder unvergesslich. Im Spiel erfahren sie, welche geheimnisvollen

und aufregenden Gefühle entstehen, wenn sie zum Beispiel in einem Baumhaus sitzen,

verborgen im Geäst und z.B. aus dieser Perspektive Vögel beobachten können.


4. Kinder machen dabei vielerlei Raumerfahrungen ganz nebenbei, die später zum Beispiel in der

Mathematik wichtig werden: Abstände einschätzen (beim Klettern), verschiedene

Geschwindigkeiten (langsam/schnell), verschiedene Perspektiven (hoch/tief).


5. Sie lernen Baumarten, Pflanzen, Pilze und Tiere kennen, sie machen Beobachtungen, die Fragen in ihnen auslösen und gemeinsame Unterhaltungen anregen. In der Natur gibt es zudem kaum

Ablenkung und Kinder lernen Stille und Konzentration kennen.


6. Kinder sind die besten (Er)Forscher Wir Eltern neigen dazu, unseren Kindern die Welt erklären

zu wollen, auch wenn unsere Kinder gar nicht darum gebeten haben. Dabei halten wir sie

jedoch von eigenen Erfahrungen ab. Wir sollten sie ihre eigenen Erfahrungen machen lassen,

auch und gerade wenn sie über Irrtümer und Fehler verlaufen. So lernen Kinder anschaulich am

meisten.


7. Wann lernen wir am Nachhaltigsten?

Wenn wir unsere eigenen Erfahrungen machen können. Wenn wir aus eigenen Antrieb etwas in

Erfahrung bringen und verstehen wollen. Wenn wir uns interessieren und ausprobieren.


Deshalb können wir unser Kind unterstützen, indem wir:


Beobachten, womit sich unsere Kinder intensiv beschäftigen, wofür sie sich interessieren, was sie untersuchen. Wir sollten ihnen viele Fragen dazu stellen, die unsere Kinder anregen weiter zu forschen, statt ihre Entdeckerlust mit unseren Erklärungen abzuschnüren.


Zeit und Möglichkeiten zur Verfügung stellen, damit sie ihre eigenen Antworten finden.

Dadurch fördern wir ihre Problemlösekompetenzen, denn es kann durchaus sein, dass sie sich mehrmals auf die „falsche“ Spur begeben.

Diese Fehlerfreundlichkeit und das „eigene Erforschen dürfen“ fördert nicht nur ihre Selbstwirksamkeit, es hält auch ihre Neugier wach, stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Freude am Lernen. Das versteht man unter nachhaltigem Lernen.


Sie Langeweile aushalten lassen

Kindern ist hin und wieder langweilig. Häufig reagieren wir darauf mit Vorschlägen, wie sie sich ablenken könnten. Wenn wir aber die Langeweile unserer Kinder aushalten, ermöglichen wir ihnen die Entwicklung und das Auftauchen von eigenen kreativen Ideen.

Durch ihre Unzufriedenheit und ihr „Unwohlsein“ über die Langeweile wenden sie sich - wenn wir sie lassen - wieder ihrem eigenen Inneren zu.

Wir können Verständnis für unser Kind zeigen und sagen: „Ich sehe dir ist langweilig. Das kenne ich auch. Das Gefühl vergeht wieder.“

Wir sollten aber unbedingt vermeiden Vorschläge zu machen, wie sie sich ablenken könnten. Damit stören wir die Entwicklung ihrer eigenen Kreativität.

Stattdessen zeigen wir ihnen, dass unangenehme Gefühle das Leben auch bereichern können und es Wert sein kann, sie auszuhalten. Und das Kind lernt, dass es auch unangenehme Gefühle aushalten kann und sie wieder vergehen.


Kinder ihre eigenen Spielpartner aussuchen lassen

Kinder brauchen andere Kinder als Spielpartner die sich mit demselben Enthusiasmus und derselben Hingabe, Neugier, Flexibilität und Spaß dem Spielen zuwenden. Lassen wir unseren Kindern den Freiraum für ihre Entwicklung, ihre Entdeckungen und Erfahrungen mit andern Kindern.

Im Spiel mit anderen Kindern entwickelt es viele soziale Kompetenzen, wie z.B. Empathie. Phantasie ermöglicht ihm z.B. eine immer bessere Abstraktionsfähigkeit und durch Konflikte lernt es immer mehr "Problemlösetechniken" kennen. Durch die große Flexibilität des Kinder-Spiels lernt das Kind unterschiedliche Perspektiven kennen und einnehmen und zeigt sich variabel.


Kindern Zeit zum Spielen geben

Nur viele Stunden selbstgewähltes Spielen - also viel Zeit zum Spielen ermöglichen unserem Kind diese Fähigkeiten.

Unsere Kinder brauchen also weniger Kurse, sondern mehr selbstgewählte Spielkameraden und wenn möglich viel Zeit in der Natur. Zeit für Betrachtungen, Fragen und Erforschung.

Unser Tag - und damit auch der tag unserer Kinder - ist meist von Früh bis spät "durch getaktet". Hin und wieder sollten wir unserem Kind die Erfahrung machen lassen, dass es Zeit und Möglichkeit hat, nach seinem eigenen Rhythmus zu leben. Wie schnell es gehen möchte, wo es anhalten möchte, was es verstehen möchte, was es näher erforschen möchte.usw.


Ihnen vielfältiges Spielmaterial zur Verfügung stellen:

Kinder spielen mit allem, was sie finden. Die meisten Kinderzimmer sind überfüllt. Wenn wir alles Spielzeug entfernen, das unserem Kind keine Möglichkeiten für eigene Spielideen gibt, kann sich ihr Spiel phantasievoller entwickeln.

Hier einige Beispiele für Spielmaterialien, die nicht von vornherein festlegen, wie unsere Kinder damit zu spielen haben:


Viele, unterschiedlich große Kartons.

Aus diesen kann ein Schiff entstehen, ein Haus, ein Berg, eine Burg oder eine Hundehütte.

Das Kind wird abwechselnd zum Kapitän auf dem wilden Meer, kämpft mit Piraten und muss sich auf eine Insel retten. Im nächsten Moment ist es vielleicht ein Krankenhaus, da sich der Matrose ein Bein gebrochen hat. usw. Kinder entwickeln und verändern ihr Spiel ständig und sie benötigen die Möglichkeit dazu. Auch Bauklötze jeder Art, Papprollen jeder Größe, verschiedene Farbstifte und Blätter, Hölzer, Tannenzapfen, alte Garnrollen, Sand, Erde, Gefäße zum Wasser schütten, Federn, Magnete, Pappbecher usw. alles in größeren Mengen sind wunderbares, wandelbares Spielmaterial.


Hast du Fragen oder möchtest mit mir arbeiten? Schreibe mir einfach eine kurze email unter kontakt@kinderhochdrei.de oder eine whatsapp unter +49 176 621 00 257

Stichwort: Erziehungsberatung online


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Ich freue mich, dir Unterstützung geben zu dürfen. Deine Claudia

Wer sich intensiver mit der Thematik “Spiel” befassen möchte:

  • Stuart Brown, Christopher Vaughan: „Play: How it Shapes the Brain, Opens the Imagination, and Invigorates the Soul“. Avery Trade, Reprint 2010.David Elkind: The Power of Play: Learning What Comes Naturally. Da Capo Press, 2007.

  • Dr. Armin Krenz: Das Spiel ist der Beruf des Kindes: das kindliche Spiel als Grundlage der Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Kindern im Kindergartenalter

  • Krenz, Armin: Ist mein Kind schulfähig? Eine Orientierungshilfe. Kösel-Verlag, München 6. Aufl. 2009

  • Krenz, Armin: Kinder brauchen Seelenproviant. Was wir ihnen für ein glückliches Leben mitgeben können. Kösel-Verlag, München 2008

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