Mut und Selbstbewusstsein unterstützen

Aktualisiert: März 14


Kind_am_See | Kindererziehung

Wir alle wünschen uns starke, selbstbewusste und widerstandsfähige Kinder, die wissen, was sie wollen, eigene Entscheidungen treffen können und das Selbstvertrauen haben, eigenen und äußeren Widerständen erfolgreich zu begegnen.



Die gute Nachricht ist:

Mut ist nicht angeboren, er entwickelt sich nach und nach, wenn unsere Kinder immer wieder erleben, dass sie etwas schaffen können.


Mut und Selbstvertrauen wachsen also mit jeder kleinen Aufgabe, die dein Kind bewältigt.


Wir haben dabei die Aufgabe, unser Kind dabei zu unterstützen.

Das ist manchmal gar nicht so einfach für uns Eltern.

Es gibt nämlich Situationen, die uns Angst machen oder Sorgen bereiten.


Wir können uns jedoch vor Augen halten:

Angst und Sorgen um unser Kind zeigen ihm unser fehlendes Vertrauen:


Du glaubst, dein Kind schafft etwas nicht.

Du glaubst, es kann etwas nicht.

Du glaubst, es wird mit dieser Situation nicht fertig.

usw.


An manchen Herausforderungen wird dein Kind vielleicht 10 Mal scheitern - aber wenn du an es glaubst - und ihm immer wieder Mut machst - dann schafft es diese Herausforderung vielleicht beim elften Mal.


Es braucht Mut, sich sein Scheitern einzugestehen

Es braucht Mut, es immer wieder neu zu versuchen.

Es braucht Mut, sich an Schwieriges heranzuwagen.

Es braucht Mut, sich seine Fehler einzugestehen.

Es braucht Mut seine Komfortzone zu verlassen und neue Wege zu gehen.

Es braucht Mut eine eigene Meinung zu vertreten und für sich einzustehen.

usw.


Die Herausforderungen, denen sich unsere Kinder gegenüber sehen werden, wachsen mit ihnen.


Mut und Selbstvertrauen benötigen sie z.B., um in der Schule oder bei ihren Freunden ihre eigene Meinung und ihre eigene Überzeugung zu vertreten, obwohl der soziale Druck groß ist.

• Mut braucht es, um bei Fehlverhalten ehrlich dazu zu stehen.

• Mut braucht es, um seine Integrität zu schützen und authentisch zu sein.

• Mut braucht es, um seine eigenen Ängste zu überwinden.

• Mut braucht es, um Nein sagen zu können, wenn ein anderer übergriffig wird.

• Mut braucht es, um auch dir als Mutter gegenüber immer wieder authentisch gegenüber

aufzutreten und für sich einzutreten.

Mut und Selbstbewusstsein unterstützen:


Um diesen Mut zu entwickeln, ist es wichtig, dass dein Kind lernt, sich selbst zu vertreten, wagt die Wahrheit auszusprechen und seine Ziele (weitgehend) selbstständig verfolgen kann.


Wir Eltern neigen dazu, unseren Kindern das Leben immer so einfach und problemlos wie möglich zu machen und am liebsten würden wir ihnen noch jede Hürde aus dem Weg räumen.


Dadurch berauben wir sie aber ungewollt um die Entwicklung von Selbstvertrauen, Mut und Stärke.


Mut bedeutet, seine Komfortzone zu verlassen und erste Schritte

in eine noch unbekannte Welt zu gehen:

1. Lasse es Hindernisse alleine bewältigen


Um die Aussicht eines Berges genießen zu können, müssen wir ihn erst einmal besteigen.

Das kostet Kraft, Mühe und Durchhaltevermögen.

Sobald du oben angekommen sind, fühlst du dich jedoch großartig, denn du hast es geschafft.


Dafür wirst du mit einem neuen Horizont belohnt, einer neuen Perspektive und einem grandiosen Überblick.


So verhält es sich auch mit Hindernissen und Anstrengungen, die deinem Kind im Leben begegnen. Wenn du Hindernisse, Schwierigkeiten und Anstrengungen auf diese Weise betrachtest, kannst du erkennen, wie wichtig sie im Leben deines Kindes sind.

Der Alltag mit deinem Kind bietet dafür ständig viele wertvolle Möglichkeiten.


Wenn du entsprechend reagierst, ermöglichst du ihm wichtige Erfahrungen:


Den Wert sich anzustrengen und durchzuhalten, um ein bestimmtes Ziel oder Vorhaben zu erreichen, sowie dein Vertrauen und deine Unterstützung in seine Vorhaben.


2.Ermögliche eigene Erfahrungen:


Wenn es sich bei einem Vorhaben sehr anstrengt, mehrfache Versuche benötigt bis etwas klappt, sich zwischendurch vielleicht entmutigt fühlt usw., hast du eventuell den Impuls, ihm seine Sache abzunehmen. Das wäre jedoch falsch, denn auf diese Weise zeigst du ihm nur, dass du kein Vertrauen in seine Fähigkeiten und seine Stärke hast.


Statt dessen ermutige es, zeige dein Interesse, erzähle ihm von deinen eigenen Anstrengungen.


Anstrengungen begegnen deinem Kind schon im frühen Alter:


Ein etwa zweijähriges Kind möchte auf einem Spielplatz die steile Leiter hinauf klettern, die auf einen Holzturm führt:


Kind: „Hoch klettern“.

Mama: „Möchtest du dort hochklettern? Möchtest du es alleine versuchen?“

Kind: „Ja, alleine.“

Mama: „Gut, ich stehe hier unten und bin da, wenn du Hilfe brauchst, okay?


Die Mutter zeigt, dass sie Vertrauen in das Vorhaben ihres Kindes hat.


Das Kind darf sein Vorhaben alleine durchführen. Gleichzeitig bietet die Mutter ihm Sicherheit:


„Wenn du Hilfe brauchst, bin ich da.“


Wenn das Kind auf einer Sprosse Zeit benötigt, um weiter zu klettern, sollte die Mutter sich zurück halten, abwarten und dem Kind erst helfen, wenn es darum bittet. Auf diese Weise zeigt sie, dass sie an ihr Kind glaubt. Sie zeigt auch, dass manche Vorhaben Zeit brauchen, Anstrengung, Mut und mehrere Wiederholungen, bis sie bewältigt werden können.


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Stichwort: Bindungsorientierte Erziehung.

3. Halte dich mit Erklärungen zurück - stelle lieber Fragen an dein Kind


Wir selbst sind in einer Zeit aufgewachsen, in welcher Wissen über Erklärungen und stures Lernen vermittelt wurde.

Deshalb neigen wir dazu, unseren Kindern viel zu schnell Erklärungen für alles zu geben.

Natürlich wollen wir unser Wissen auch gerne weiter geben.

Dadurch verhindern wir aber wichtige persönliche Lernerfahrungen.

Nachhaltiges Lernen findet nämlich vor allem über eigene Erfahrungen, eigenständiges Nachdenken und eigenständiges (Er)Forschen statt. Dazu gehört auch das Scheitern, Fehler machen und erneute Versuche.

Übe dich darin, deinem Kind Fragen zu stellen.

Zeige dein Interesse an seinem Tun und gib ihm etwas von deiner Zeit.

Tipps von dir, auf welche Weise dein Kind etwas erforschen könnte, unterstützen es dabei.


So entwickelt es die Neugier, sich weiter mit einer Sache zu beschäftigen und kann gleichzeitig Ursachenforschung betreiben:

Beispiel:

Ein etwa 3- 4-jähriges Kind stellt fest, dass manche Dinge auf dem Wasser schwimmen und andere untergehen:


Kind: „Schau mal Mama, der Stein geht unter und der Ast schwimmt.“

Mama: „Stimmt. Das hast du gut beobachtet. Was meinst du, woran das liegen könnte?“

Kind denkt eine Weile nach: “Ich weiß nicht genau. Vielleicht weil der Stein größer ist?“

Mama: „Das könnte sein. Hast du Lust zu untersuchen, was die Gründe dafür sein können?“

Kind: „Ja! Ich sammle Äste und Steine.“

Mama: “Vielleicht findest du noch andere Materialien. Dann können wir zusammen schauen, was passiert.“


Die Mutter gibt keine Erklärung für das Phänomen.


Statt dessen ermuntert sie ihr Kind dazu, selbst darüber nachzudenken und eigene Untersuchungen darüber anzustellen.

Sie gibt ihm Tipps.

Natürlich ist das im Alltag nicht immer machbar. Aber wichtig ist, dass wir uns dieser anderen Herangehensweise annähern und so oft als möglich danach handeln.

4. Gib deinem Kind die Verantwortung für seine Aufgaben


Jeder von uns hat Stärken und Schwächen.

Natürlich auch unser Kind.

Oft sind wir als Eltern versucht, unseren Kindern über ihre Schwächen hinwegzuhelfen.

Wir wollen Ihnen Aufgaben, die ihnen schwer fallen, abnehmen.


Das ist zwar liebevoll gemeint, führt aber leider langfristig zu unerwünschten Nebenwirkungen:


  • Dein Kind wird Herausforderungen aus dem Weg gehen und die Erfahrung machen: Alleine kann ich es nicht.

  • Dein Kind wird dein Verhalten als mangelndes Vertrauen in seine Fähigkeiten verstehen und kein Zutrauen zu sich selbst entwickeln können.

  • Dein Kind wird Anstrengung als sinnlos erfahren und jede Anstrengung meiden.

  • Dein Kind wird unter seinen eigentlichen Fähigkeiten bleiben.

  • Dein Kind wird mutlos.


Deshalb unterstütze dein Kind dabei und ermuntere es, seine Aufgaben immer selbst in Angriff zu nehmen. Zeige ihm Möglichkeiten, wie es seine Aufgaben leichter bewältigt, aber nimm sie ihm keinesfalls ab.


Wenn es sich sehr angestrengt hat und seine Sache erfolgreich geschafft hat, wird es darauf sehr stolz sein. Es wird die Erfahrung machen, dass auch schwierige Herausforderungen mit Geduld und Durchhaltevermögen zu meistern sind. Dadurch entwickelt es Zutrauen und Stärke in seine Fähigkeiten.



5. Wann und wie Loben sinnvoll ist


Als Eltern wollen wir unseren Kindern so viel Bestätigung geben wie möglich.

Wir glauben, dass unsere Kinder dadurch Zutrauen zu sich selbst entwickeln und selbstbewusst- bzw. selbstwirksam werden.


Wir glauben, häufiges Loben unterstütze dabei. Leider ist das ein Missverständnis.


Wenn wir unser Kind loben wollen, dann sollten wir dafür einen sehr guten Grund haben.


Ein Lob sollte nur für eine außerordentliche Tätigkeit oder eine außergewöhnliche Anstrengung ausgesprochen werden.


Dann könnten wir zum Beispiel sagen:


1. „Das hast du richtig gut gemacht.“

2. „Ich habe gesehen, dass du dich dafür sehr angestrengt hast.“

3. „Ich sehe, dass du wirklich wissen willst, wie das funktioniert.“

4. "Toll, dass du drangeblieben bist, obwohl es so schwierig für dich war."

Heutzutage werden unsere Kinder allerdings für Handlungen gelobt, die selbstverständlich sind, z.B. dass sie sich vor dem Essen die Hände gewaschen haben oder Ähnliches.


Selbstwirksamkeit – also das Gefühl, etwas im eigenen Leben bewirken zu können, erhält unser Kind sicher nicht durch häufiges Loben.

Unter Umständen wird es unserem Urteil sogar misstrauen, da es selbst sehr gut weiß, wann es sich angestrengt hat, sich Mühe gegeben, durchgehalten hat. usw.


Langfristig führt dieses Verhalten eher zur Vermeidung von Anstrengung und dem erforderlichen Mut, sich an schwierige Aufgaben heranzuwagen.


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