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Die Basis für Konzentration, Motivation und Lernfreude ist das "Freie Spiel"

Aktualisiert: 13. Sept. 2022


Mädchen | Kindererziehung

Fühlst du dich auch verunsichert durch die vielfachen „Warnungen“ in Ratgebern und Medien, über die Zunahme von Kindern mit Lernschwierigkeiten?


Als Mutter oder Vater ist es manchmal sehr schwierig sich diesen „Unkenrufen“ entgegen zu stellen und weiterhin daran zu glauben und darauf zu vertrauen, dass das „Freie Spielen“ - dem natürlichen „Tun“ unseres Kindes - immer noch die allergrößte Bedeutung zukommt:


"Freies Spielen" sorgt nämlich für eine optimale Vernetzung im Gehirn.

Es schafft die Grundlage für Konzentration, Motivation und Lernfreude bei Kindern.

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• Durch ausgiebiges "Freies Spielen" werden Kinder klüger und

anpassungsfähiger: "Freies Spielen" erfordert ständige Flexibilität. Kinder müssen sich auf neue

Mitspieler, auf sich verändernde Regeln, auf neue Ideen einlassen und das Miteinander

aushandeln, entsprechend reagieren und freundlich zusammenarbeiten. Wer mit anderen

gemeinsam spielen will, zeigt Begeisterung, Spielfreude, entwickelt Ideen.


• "Freies Spielen“ fördert das Einfühlungsvermögen: Kinder wechseln ihre "Rollen" immer wieder

und dadurch fühlen sie, was andere fühlen. Einmal sind sie z.B. "Bestimmer", dann wieder

müssen sie sich unterordnen.


• "Freies Spielen" ist die Basis für Kreativität: Kinder kreieren, verändern und erfinden "ihre Spiele"

immer wieder neu.


• Durch "Freies Spielen" entwickelt unser Kind Innovationsfähigkeit.


• Durch "Freies Spielen" entwickelt es seine sozialen Fähigkeiten: Da sie sich in andere Rollen

einfühlen müssen, miteinander kooperieren, sich absprechen und sich an selbst aufgestellte

Regeln halten, die sie zuerst miteinander absprechen müssen.


• Durch "Freies Spielen" entwickelt es Problemlösekompetenzen: Wie geht das Spiel jetzt weiter?

Wie lösen wir unsere unterschiedliche Meinungen? Wie arbeiten wir zusammen (in einem

Gruppenspiel) wie lösen wir diese Aufgabe? usw.


• Durch "Freies Spielen" erweitert es sein Wissen: Kinder lernen in erster Linie über eigene

Erfahrungen. Beim freien Spiel erfahren sie unterschiedliche Emotionen. entdecken und verstehen

Zusammenhänge, lernen etwas über ihre Mitspieler, über Kommunikation, über soziales

Miteinander.usw.

Das "Freie Spiel" entsteht immer aus eigener Motivation, lässt Variationen und Improvisationen zu und dient keinem bestimmten Zweck.

Jedes Kind sucht sich im „Freien Spielen“ immer genau die Spiele aus, deren Lerninhalte es gerade am meisten braucht.

Es erschafft so seine eigene, optimale Frühförderung.


Wissenschaftler bestätigen, dass spielaktive Kinder:


• Im emotionalen Bereich Enttäuschungen besser verarbeiten können, eine

höhere Frustrationstoleranz besitzen und einen höher ausgeprägten

Optimismus in sich tragen.


• Im sozialen Bereich in Gesprächen besser zuhören und eine geringere

Vorurteilsbildung besitzen. In Konfliktsituationen reagieren sie

angemessener. Sie zeigen eine höhere Verantwortungsbereitschaft für sich

und andere Menschen. Sie sind hilfsbereiter und emotional stabiler.


• Im motorischen Bereich zeigen sie eine höhere Selbstaktivität.

Ihre Reaktionsfertigkeit ist rascher, ihre Gesamtmotorik flüssiger und ihre Grob- und Feinmotorik differenzierter.


Sie zeigen grundsätzlich eine bewusstere Selbstkontrolle.

Selbstkontrolle spielt eine sehr große Rolle für schulischen Erfolg.


• Im kognitiven Bereich zeigen sie ein besseres vernetztes Denken.

Es fällt ihnen leichter Schlussfolgerungen ziehen.

Sie haben eine höhere Konzentrationsfähigkeit, ihre Sprache ist differenzierter und sie verfügen über einen umfassenderen Wortschatz.


Das "Freie Spiel" wirkt für Kinder belebend und faszinierend, ist kurzweilig, fröhlich und ansteckend.


Oft ist es auch aufregend und spannend:

Dein Kind begibt sich mit seinem Spielpartner in eine andere Welt und sie drücken sich gleichsam darüber aus. Dein Kind zeigt dir, was es beschäftigt und welche Fragen und Interessen es gerade hat.

Es erkundet damit seine Welt, sich selbst und die anderen und lernt sie immer besser kennen und begreifen.

Darüber hinaus zeigt dein Kind im „Freien Spiel“ seine eigenen Wünsche, Ideen und Interessen, die du als Mutter aufgreifen und mit ihm gemeinsam vertiefen kannst.


Falls du mit mir arbeiten möchtest oder Fragen an mich hast, melde dich unter: kontakt@kinderhochdrei.de

oder vereinbare ein kostenloses Vorgespräch unter: +49 176 621 00 257


Ich freue mich auf dich! Claudia


Stichwort: Bindungsorientierte Erziehung | Erziehungsberatung online


Auf diese Weise kannst du das „Freie Spiel“ deines Kindes fördern:


1. Die beste Spielwiese ist die freie Natur:

Hier gibt es keine vorgefertigten Spielmaterialien, die die Phantasie deines Kindes begrenzen könnten.


2. Es kann sich frei bewegen und dabei seinen Körper und dessen Fähigkeiten erforschen. Rennen, Kriechen, sich eine Wiese herunter rollen lassen, im warmen Gras liegen, die Erde am Rücken spüren und in der Nacht die Sterne betrachten.


3. Kinder klettern auf einen Baum und betrachten die Welt plötzlich von oben:

Diese Erfahrungen sind für dein Kind unvergesslich. Im Spiel erfährt es, welche geheimnisvollen und aufregenden Gefühle entstehen, wenn es zum Beispiel in einem Baumhaus sitzt, verborgen im Geäst...

Kinder machen dabei vielerlei Raumerfahrungen ganz nebenbei, die später zum Beispiel in der Mathematik wichtig werden: Abstände einschätzen (beim Klettern), verschiedene Geschwindigkeiten (langsam/schnell), verschiedene Perspektiven (hoch/tief).

Sie lernen Baumarten, Pflanzen, Pilze und Tiere kennen, machen Beobachtungen, die Fragen in ihnen auslösen und gemeinsame Unterhaltungen anregen. In der Natur gibt es zudem kaum Ablenkung und dein Kind wird Stille und Konzentration kennen lernen.


4. Kinder sind die besten (Er)Forscher. Wir Eltern neigen dazu, unseren Kindern die Welt erklären zu wollen, auch wenn unsere Kinder gar nicht darum gebeten haben.

Wann lernen wir jedoch am Nachhaltigsten? Wenn wir unsere eigenen Erfahrungen machen können.

Deshalb: Beobachten, womit sich dein Kind intensiv beschäftigt, wofür es sich interessiert, was es untersucht. Du kannst Fragen dazu stellen, die dein Kind dazu anregen weiter zu forschen, statt seine Entdeckerlust mit Erklärungen abzuschnüren.


5. Zeit und Möglichkeiten zur Verfügung stellen, damit es seine eigenen Antworten finden kann. Dadurch förderst du seine Problemlösekompetenzen, denn es kann durchaus sein, dass es sich mehrmals auf die „falsche“ Spur begibt. Diese Fehlerfreundlichkeit und das „eigene Erforschen dürfen“ fördert seine Selbstwirksamkeit, hält seine Neugier wach, freudig und aufmerksam. Das ist nachhaltiges Lernen.


6. Langeweile macht Kreativ : Unserem Kind ist hin und wieder langweilig. Häufig reagieren wir darauf mit Vorschlägen, wie es sich ablenken könnte. Wenn wir aber seine Langeweile aushalten, ermöglichen wir ihm die Entwicklung und das Auftauchen von eigenen kreativen Ideen. Durch seine Unzufriedenheit und sein „Unwohlsein“ über die Langeweile wendet es sich - wenn wir es lassen - wieder seinem eigenen Inneren zu.

Wir können ihm natürlich unser Verständnis zeigen: „Ich sehe dir ist langweilig. Das kenne ich auch. Das Gefühl vergeht wieder.“

Wir sollten aber unbedingt vermeiden Vorschläge zu machen, wie es sich ablenken könnte. Damit stören wir die Entwicklung seiner eigenen Kreativität. Gleichzeitig lassen wir ihm die Erfahrung, dass unangenehme Gefühle das Leben auch bereichern können und es Wert sein kann, sie auszuhalten.


7. Kinder brauchen ihre eigenen, selbstgewählten Spielpartner Kinder brauchen andere Kinder als Spielpartner, die sich mit demselben Enthusiasmus und derselben Hingabe, Neugier, Flexibilität und Spaß dem Spielen zuwenden. Wir Eltern haben schon den Kopf zu vollgestopft mit Wissen und Vorstellungen, wie etwas zu sein hat. Lassen wir unseren Kindern den Freiraum für ihre Entwicklung, ihre Entdeckungen und Erfahrungen mit andern Kindern. Auf diese Weise entwickelt dein Kind soziale Kompetenzen, Phantasie und Flexibilität.


8. Kinder benötigen viel Zeit zu spielen Damit dein Kind vom „Freien Spielen“ wirklich profitiert, benötigt es viele Stunden ungehindertes Spielen.

Also: Weniger Kurse, weniger Zeit „verplanen“, sondern mehr Spielkameraden und wenn möglich viel Zeit in der Natur. Zeit für Betrachtungen und Erforschung .


9. Weniger ist mehr Kinder benötigen eigentlich keine vorbereiteten Spielräume. Sie spielen mit allem, was sie finden. Die meisten Kinderzimmer sind überfüllt. Wenn wir alles Spielzeug entfernen, das unserem Kind keine Möglichkeiten für eigene Spielideen gibt, kann sich sein Spiel phantasievoller entwickeln.

Stichwort: Kinder Grenzen setzen| Erziehungsberatung online


Wer sich intensiver mit der Thematik “Spiel” befassen möchte:


Stuart Brown, Christopher Vaughan: „Play: How it Shapes the Brain, Opens the Imagination, and Invigorates the Soul“. Avery Trade, Reprint 2010.David Elkind: The Power of Play: Learning What Comes Naturally. Da Capo Press, 2007.

Dr. Armin Krenz: Das Spiel ist der Beruf des Kindes: das kindliche Spiel als Grundlage der Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Kindern im Kindergartenalter

Dr. Krenz, Armin: Ist mein Kind schulfähig? Eine Orientierungshilfe. Kösel-Verlag, München 6. Aufl. 2009

Dr. Krenz, Armin: Kinder brauchen Seelenproviant. Was wir ihnen für ein glückliches Leben mitgeben können. Kösel-Verlag, München 2008

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