Dein "Nein" braucht keine rosa Schleife

Aktualisiert: März 14


Kinderhand | Kindererziehung

„Mein Kind testet ständig Grenzen!“


Diesen etwas „genervten“ Ausruf höre ich immer wieder.

„Übersetzt“ bedeutet das, mein Kind reagiert nicht auf meine Wünsche und Vorstellungen.




Es reagiert nicht auf meine Aufforderungen und Verbote.


Vielleicht stoppt es ein bestimmtes, unerwünschtes Verhalten nicht, obwohl du es schon mehrmals darum gebeten hast. Vielleicht ignoriert es dich und deine Aufforderung, etwas zu unterlassen, sogar regelrecht. Vielleicht „verschlimmert“ es sein Verhalten in diesen Situationen sogar immer mehr und du fühlst dich nicht nur hilflos, sondern "überhört" ignoriert und denkst dir vielleicht sogar, dein Kind macht das mit Absicht.


Vielleicht ist dann deine Reaktion dein Kind zu erpressen, ihm zu drohen oder ihm etwas als Gegenleistung zu versprechen.

Nur damit es endlich auf dich hört.


Eigene Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken, ohne den anderen dabei zu kränken, zu verletzen oder ihm Vorwürfe zu machen, haben viele von uns nie gelernt.

Wir hatten dafür leider meist keine guten Vorbilder.

Du willst es besser machen als die vorige Generation, weißt aber noch nicht genau wie.


Vor allem in schwierigen, stressigen Situationen ist deshalb leider die „Gefahr“, dabei in alte Reaktionsmuster zu verfallen, sehr groß.


Du glaubst dann, dein Kind sei der Auslöser deiner frustrierten und starken negativen Reaktion.

Das ist jedoch ein Irrtum.

Du wurdest vielleicht als Kind nie gehört - durftest nicht ausdrücken was du möchtest. Hast nicht gelernt, wie Wünsche in Liebe und Freundlichkeit ausgedrückt werden können und musst es einfach noch lernen.

Du nimmst dir vielleicht immer wieder fest vor:


• In der nächsten stressigen und schwierigen Situation bleibe ich ruhig.

• Ich höre auf damit mein Kind zu manipulieren und lerne zu sagen was ich will.

• Ich schreie und brülle nicht herum.

• Ich mache keine Versprechungen mehr, weil ich das Gefühl habe, dass ich sonst nicht ans Ziel komme.

• Ich erpresse mein Kind nicht mehr. usw.


Und dann geschieht es trotzdem immer wieder und du fühlst dich anschließend ausgelaugt, schuldig und erschöpft.

Du weißt nicht, warum du immer wieder Dinge zu deinem Kind sagst und Dinge machst, die du eigentlich nicht machen willst und die du sogar für falsch hältst.


Du kannst diese Verhaltensmuster nach und nach auflösen und angemessene Reaktionen üben. Reaktionen, die deine Verbundenheit zu deinem Kind und deine Beziehung zu dir selbst immer wertvoller werden lässt.


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Lerne wie du nun deine alten, ungelösten Verhaltens- und Reaktionsmustern auflösen und angemessen und freundlich deine Grenzen aufzeigen und die Grenzen deines Kindes schützt.


Zeige deine eigenen Grenzen deutlich und liebevoll


1.Verwende eine klare, liebevolle Sprache


„Nein“ wird von vielen Eltern als negatives Wort verstanden.


Als Wort der Ablehnung und der Zurückweisung.


Eltern haben manchmal die Sorge, ein deutliches „Nein“ würde ihren Kindern schaden.


Leider „verbergen“ Eltern deshalb ihr „Nein“ in einer - für ihr Kind – unverständlichen Erklärung:

Kind: „Kann ich ein Eis haben?“

Mama: „Du hast doch erst gestern ein Eis bekommen! Von so viel Eis bekommst du nur Bauchschmerzen." usw.

Ein klares „Nein“ zeigt deinem Kind jedoch, das Recht und die Pflicht von jedem Menschen:

Die eigenen Grenzen zu schützen.


• Es zeigt, was für mich in Ordnung ist und was nicht.


• Es zeigt jeden, mit seinen ganz persönlichen Wünschen und Vorstellungen.


• Es zeigt, dass du „Ja“ zu DIR sagen kannst, indem du zu anderen „Nein“ sagen kannst - und das betrifft ebenfalls dein Kind!.


"Nein, ich kaufe dir jetzt kein Eis. Ich will nicht, dass du so viel Zucker isst."


Damit wirst du zugleich zu einem sehr guten Vorbild für dein Kind!


• Es lernt: Es ist in Ordnung „Nein“ zu sagen, wenn ich etwas nicht möchte oder ich

mich dabei sehr unwohl fühle.


• Es lernt: Meine Eltern trauen mir zu, dass ich ein „Nein“ verkrafte.

Sie zeigen mir damit auch, dass sie Vertrauen in meine Kraft und Stärke haben.


• Es lernt: Meine Eltern sind verlässlich und übernehmen Verantwortung für mich, ihre Gefühle

und Wünsche und handeln danach.


Entscheidend ist, dass wir ein „Nein“ immer mit Respekt und Verständnis für die Gefühle unseres Kindes aussprechen.

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Ich freue mich auf Dich! Claudia

Stichwort: Bindungsorientierte Erziehung.

2. Eigene Grenzen erkennen und verstehen lernen


Damit du dir deiner eigenen Grenzen bewusst wirst, solltest du damit beginnen dich mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen:


  • Welche Werte vertrete ich? Warum vertrete ich sie?

  • Welche Werte sind mir wirklich wichtig? Aus welchem Grund?

  • In welchen meiner Handlungen zeige ich meine Werte meinem Kind?

  • Wann kommuniziere ich meine Werte meinem Kind gegenüber?

  • Bin ich authentisch im Leben meiner Werte? Lebe ich was ich vertrete?

  • Vertrete ich andere Werte als die der Gesellschaft? Welche sind das? Stehe ich dazu?

  • Bei welchen Themen kenne/spüre ich meine Grenzen ganz genau?

  • Was regt mich auf?

  • Was will ich? Was will ich auf keinen Fall? (aushalten, erleben, sagen....)

  • Was halte ich nicht aus?

  • Mit welchem Verhalten komme ich nicht zurecht?


So lange du dir deiner Grenzen nämlich nicht bewusst bist, wirst du dich noch häufig unklar und verletzend ausdrücken. Vor allem in Stresssituationen, wirst du weiterhin in Reaktionsmuster verfallen, die dir selbst und deiner Beziehung zu deinem Kind schaden.


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Stichwort: Bindungsorientierte Erziehung.


Indem du lernst, deine Wünsche und Bedürfnisse anzuerkennen und deutlich und liebevoll mitzuteilen, übernimmst du die Verantwortung dafür. Du übernimmst die Verantwortung dafür, wie du deinen Wünsche ausdrückst und für deine eigenen Gefühle, Vorstellungen und Erwartungen.


Dadurch werden Schritt für Schritt neue bewusste Reaktionen möglich.



Dein Kind will mit dir spielen und du willst dich ausruhen. Was sagst du?


Wenn du noch keine Verantwortung für dich und deine Reaktionen übernommen hast:


• "Hast du nicht Lust noch ein wenig alleine zu spielen? Mit deinem neuen Auto vielleicht?"

• „Kann man hier nicht mal sein Buch in Ruhe zu Ende lesen?“

• "Die Mama muss sich jetzt ein wenig ausruhen.

Du kannst doch noch ein wenig puzzeln, was meinst du?"


Diese Beispiele zeigen, auf welche Weise wir oft sprechen, wenn wir noch nicht gelernt haben, uns selbst mit unseren Wünschen zu vertreten und unsere Grenzen liebevoll auszudrücken.


Dadurch überträgst du jedoch die Verantwortung für deine negativen Gefühle immer deinem Kind und machst ihm unterschwellig Vorwürfe dafür, wie du dich im Augenblick fühlst.


Nachdem du gelernt hast, deine Grenzen in Liebe und Freundlichkeit zu zeigen, sprichst du anders:


“Ich will, dass du mir noch 10 Minuten Zeit gibst, ich möchte mein Buch zu Ende lesen.“

"Ich möchte erst mein Buch zu Ende lesen, dann komme ich."

" Ich möchte mich kurz ausruhen. Wenn ich fertig bin, komme ich."


Du spricht von dir und äußerst freundlich, klar und bestimmt, was du vor hast.


Eine scheinbare Freundlichkeit wäre:


„Die Mama möchte noch ein bisschen lesen.

Hast du nicht vielleicht Lust noch ein wenig alleine zu spielen?“


In diesem Beispiel scheint die Mutter nur freundlich zu sein. Wenn du auf diese Weise mit deinem Kind sprichst, dann:

• Traust du dich noch nicht, dein Bedürfnis klar auszudrücken.

• Du „versteckt“ deinen Wunsch und übergibst die Verantwortung und die Entscheidung darüber,

was geschieht deinem Kind.


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Unsere eigenen Grenzen liebevoll und deutlich zu setzen sind aber der Schlüssel für Verbundenheit in all unseren nahen Beziehungen:

3. Begründungen sind nicht immer notwendig.


Dein Kind respektiert deine Grenzen nicht auf Grund deiner Erklärungen, sondern in erster Linie, durch eure Verbundenheit.


Wenn du einmal nicht weißt, warum du etwas nicht möchtest, dann solltest du so ehrlich sein und auch das deinem Kind sagen:


Ich will nicht dass du dies und jenes tust - ich weiß zwar nicht so genau warum, aber das ist jetzt einfach so.

Dein Kind weiß, dass Manches nicht erklärt werden kann und kommt damit zurecht.


Dein Kind wird deine Entscheidungen deshalb aber nicht immer klaglos hinnehmen.


Manchmal wird es weinen und schreien und vielleicht auch sagen, wie doof es dich jetzt findet.

Das ist oft schwer auszuhalten.

Sein Gefühlsausbruch ist jedoch nicht persönlich - es zeigt einfach seine Frustration.

Es ist lediglich Ausdruck seiner Wünsche.

Es ist völlig normal.

Gefühle müssen also immer respektiert - jedoch nicht in jedem Fall - akzeptiert werden:


„Ich sehe (oder verstehe) dass du jetzt traurig (wütend usw.) bist, aber ich gehe jetzt.“


Dein Kind spürt seine Emotionen noch ungefiltert und kann sie nicht regulieren.

Genauso schnell verschwindet das Gefühl aber auch wieder und macht dem nächsten Gefühl Platz.

Deshalb liegen Lachen und Weinen bei Kindern oft so nah beieinander.

Das Gefühl (die Wut/Traurigkeit usw.) bricht sich durch Weinen und Schreien Bahn.


Dein Kind schreit niemals, um dir auf die Nerven zu gehen.

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