Wie du deine negativen Emotionen akzeptieren lernst

Aktualisiert: Feb 18



Steinkreis | Erziehungsberatung

Wenn wir krank sind, kümmern wir uns um unseren Körper, bis er wieder gesund ist.

Wenn wir z.B. Zahnschmerzen haben, gehen wir zum Zahnarzt, da uns klar ist, dass unsere Schmerzen einen Grund haben müssen. Wir sorgen für uns, bis es uns wieder gut geht.


Wenn wir psychische Schmerzen haben, weil wir z.B. wütend oder ärgerlich sind, leiden wir auch, neigen aber dazu uns nicht wirklich darum zu kümmern.

Viele von uns unterdrücken oder verdrängen ihre Wut, manche versuchen sie zu ignorieren und andere lassen ihre Wut an der Person aus, die unsere Wut oder unseren Ärger scheinbar verursacht hat.

Wenn wir wütend oder ärgerlich sind, sollten wir diese Gefühle genauso wahrnehmen, ernst nehmen und uns darum kümmern, wie wir das mit physischen Schmerzen machen.

Der Versuch Wut zu unterdrücken oder zu ignorieren, führt nämlich eher dazu, unser Leid zu verstärken. Wut und Ärger werden dann unter Umständen so stark, dass wir dem inneren Druck nachgeben und wir auch anderen Personen in unserem Umfeld schaden.

Die meisten von uns haben leider nie gelernt, wie wir auf eine Weise mit starken Emotionen fürsorglich umgehen können und geben unsere Unfähigkeit damit leider auch an unser Kind weiter.

Das Leben mit Kindern und Partnern stellt uns emotional immer wieder vor große Herausforderungen. Dadurch haben wir die Chance, uns um diese aufkommenden starken Emotionen zu kümmern, zu lernen achtsam damit umzugehen und uns weiter zu entwickeln.


Umgang mit negativen Emotionen:

Wenn du spürst, dass du wütend oder ärgerlich wirst, ist der erste Schritt, diese Emotion bewusst wahrnehmen und dich nicht davon überwältigen zu lassen.

Das ist für manche von uns gar nicht so einfach.

Wenn du sehr wütend bist, neigst du vielleicht dazu, sofort auf dein Kind oder deinen Partner loszugehen, da du ihn dafür verantwortlich machst, dass du dich so schlecht fühlst.

Der andere hat Schuld — so scheint es zu sein — und wir wollen es ihm daraufhin zurückzahlen und beginnen unserer Wut freien Lauf zu lassen und vielleicht zu schreien oder unser Gegenüber gar zu beschimpfen.

Wenn du auf diese Weise handelst, wird dein Gegenüber sich ebenfalls sehr verletzt fühlen — und nun auch Leiden — und will sein Leid genauso loswerden wie du.

Dadurch entsteht ein ewiger Kreislauf, der erst enden wird, wenn einer der Beteiligten beginnt, Verantwortung zu übernehmen und sich seiner Wut und seinem Ärger bewusst und achtsam zuzuwenden.


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Ich freue mich auf Dich! Claudia

Stichwort: Erziehungsberatung online.

Im Falle deines Kindes bist auf jeden Fall du, als Erwachsener, immer dafür verantwortlich.

Du musst deinem Kind zeigen, wie es mit seinen starken negativen Emotionen fürsorglich umgehen kann, damit es sich selbst und andere nicht mehr verletzt.

Deshalb musst du es zuerst selbst lernen.

Wenn du wütend wirst, wendest du dich nun sofort deiner Wut und deinem Ärger zu, wie einem kleinen Kind in deinem Inneren, dass nach Nahrung und Aufmerksamkeit verlangt.

Du beginnst achtsam in deinen Körper zu horchen und zu spüren, wie dieses starke Gefühl wie Wellen durch deinen Körper fließt.


Du solltest unbedingt bei dir bleiben und ganz bewusst langsam und tief ein- und auszuatmen.

Am besten du trittst innerlich oder auch wahrhaftig einen Schritt zurück - nimmst also Abstand zu der Situation. Du kannst für einige Zeit die Augen schließen und dich nur auf deinen Atem konzentrieren. Du kannst zu dir sagen: Ich spüre die Energie der Wut in mir.

Wenn wir die Wut nämlich nicht mit uns selbst identifizieren, erlangen wir ebenfalls sofort Abstand dazu und beruhigen uns leichter. Wir sind nicht "DIE WUT". Wir erleben eine Energie und müssen uns nicht damit identifizieren.

Trotzdem gibt es einen Grund, weshalb sie da ist.


Wir fühlen die Wut.

Sage dir: "Ich fühle deine Energie in mir - Ich bin jedoch nicht du.

Ich verletze mit deiner Energie weder mich, mein Kind, noch meinen Partner."

Wenn du es nicht schaffst, dich nur durch bewusstes Atmen zu beruhigen, dann nutze unbedingt die Möglichkeit, alle deine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Du schreibst, ohne Korrektur, jeden Gedanken der dir kommt und alles was du fühlst auf. Auf diese Weise kannst du dich ebenfalls beruhigen und vor allem, eher davon loslassen.

Wenn du die Möglichkeit hast nach draußen zu gehen, kannst du zu deiner Beruhigung auch laufen gehen. Auch das kann eine hilfreiche Methode sein, sich wieder auf ein angemessenes Level einzupendeln.

Ganz wichtig ist, dass du in jedem Fall nichts unternimmst, so lange du noch nicht ruhig über deine Wut sprechen kannst.

Bis dahin solltest du unbedingt weder sprechen noch handeln.

Ansonsten kommt es nur zu weiteren schädlichen Auswirkungen in deiner Beziehung zu deinem Kind.

Sobald du dich beruhigt hast, kannst du beginnen die Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Stelle dir dazu z.B. folgende Fragen:


• Was denke ich in 10 Jahren über die Situation?

• Was sagt mein Kind über die Situation?

• Was würde meine beste Freundin in der Situation zu mir sagen?

• Was würde jemand sagen, der diese Situation lustig findet?

• Wie beschreibe ich die Situation, wenn ich sie vom Mond aus betrachte?

Wenn wir wütend sind, können wir das sagen, jedoch immer ohne, dass wir unser Gegenüber dafür verantwortlich machen. z.B.


"Es macht mich wütend, wenn ich ständig unterbrochen werde."


Du kannst sagen: Ich bin gerade wütend.

Ich möchte dich jedoch nicht verletzen. Ich möchte lernen zu verstehen, was mich so wütend macht.

Du kannst auch sagen: es macht mich wütend, wenn ich sehe, dass...

Ein Beispiel:

Dein Kind hat die Aufgabe gehabt, sein Zimmer aufzuräumen und hat es in deinen Augen nicht gut genug gemacht. Du bist der Meinung dein Kind ist alt genug, um sein Zimmer ordentlich alleine aufzuräumen und glaubst nun, dass es aus purer Faulheit oder um dich zu ärgern sein Zimmer nicht aufgeräumt hat.

Was könnte dein Kind denken? Wie könnte sich dein Kind fühlen?

Vielleicht hatte es sich für heute etwas ganz anderes vorgenommen...

Vielleicht hat es ein ganz anderes Ordnungsbedürfnis als du...

Vielleicht hat es — dir zuliebe — sein Bestes getan und aufgeräumt, obwohl es dafür keinen Grund sehen konnte...

Nun siehst du das Ergebnis des Aufräumens und beurteilst, es sei nicht gut genug und wirst wütend....

Für deine Wut machst du nun dein Kind verantwortlich...es hat nicht gemacht, was du von ihm erwartet hast.

Du kannst es nun anschreien und ihm Druck machen, bis es sein Zimmer so aufräumt, bis es deinen Erwartungen gerecht wird.

Dadurch verletzt du jedoch eure Verbundenheit, übernimmst keine Verantwortung für deine Wut und verletzt die Würde deines Kindes und deine Integrität.

Oder du sagst z.B. statt dessen:

„Es macht mich wütend, wenn ich sehe, dass dein Zimmer nicht vollständig aufgeräumt ist. Ich habe dann den Eindruck, dass du mich und das was deine Sachen nicht wert schätzt.

Ich wünsche mir, dass du mehr darauf acht gibst.„

Wenn du genau nachdenkst, erkennst du, dass die Wut nicht durch den anderen verursacht wird, sondern in dir entstanden ist. Durch deine eigene Vorstellung, dein Bedürfnis, deine Wünsche und die Erwartung, wie etwas zu sein hat.

Deshalb müssen wir auch immer die Verantwortung dafür übernehmen.

Ich weiß, dass es sich in vielen Situationen nicht so anfühlt.

Wenn du jedoch versuchst, grundsätzlich zu akzeptieren, das in jedem Fall jeder für seine Wut selbst verantwortlich ist und sie niemals an einer anderen Person auslassen darf, dann werden sich Schritt für Schritt deine Welt und deine Beziehungen immer positiver verändern.

Ich weiß, dass diese Aufgabe s e h r schwierig ist.

Und wenn du sehr viel Wut in dir hast, wirst du dazu immer wieder Hilfe und Unterstützung benötigen.

An manchen Tagen wirst du vielleicht denken:

So ein Blödsinn! Ich kann unmöglich selbst für meine Wut verantwortlich sein - der andere hat Schuld.

Ich kann mich erst ändern, wenn der andere sich ändert.

Damit machst du dich selbst zum Opfer.

Du gibst deine Verantwortung für deine Gefühle ab.

Du machst dein Leben davon abhängig, dass jemand anders es ändern wird.

Das wird jedoch nicht geschehen...Du bleibst in deiner Wut stecken und deine Beziehungen werden sich nicht verbessern.

Wenn du jedoch den Mut hast, Verantwortung übernimmst und erkennst, dass du darüber entscheiden kannst, wie sich dein Leben entwickeln wird, dann sei nicht zu streng mit dir.

Auch wenn du es an manchen Tagen nicht schaffst, wichtig ist, immer wieder dahin zurück zu kommen und dich stetig weiter zu bemühen.

Gerne unterstütze ich Dich dabei.

Die Umwandlung negativer Emotionen kann nämlich wirklich schwierig sein.

Besonders, wenn du als Kind sehr von deinen Eltern verletzt wurdest, weil sie ihrerseits nicht gelernt haben, wie sie mit ihren negativen Emotionen fürsorglich umgehen können.

Falls du jedoch diesen Kreislauf durchbrechen möchtest, unterstütze ich dich bei deinem mutigen Schritt und begleite dich voller Freude zu wertschätzenden, liebevollen und gelasseneren Beziehungen!

Lerne jetzt, deine Emotionen bewusst und achtsam zu steuern.

Herzlichst,

Deine Maria Claudia Manakas

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Stichwort: Kinder richtig erziehen

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