Werde flexibler in deiner Wahrnehmung

Aktualisiert: 15. Sept 2020

Wegweiser | Kinder erziehen

Wenn wir andere Menschen betrachten oder beobachten, erkennen wir in ihnen viele unterschiedliche Eigenschaften.


Manche dieser Eigenschaften bewundern wir vielleicht, finden sie liebenswert und sympathisch.




Andere Eigenschaften lehnen wir ab, finden sie unerträglich oder sie machen uns sogar wütend.


Auch in unseren Kindern entdecken wir unzählige Eigenschaften, und gehen davon aus, das sie so sind, wie sie uns in diesem Moment erscheinen.

So ist mein Kind eben: schwierig, zappelig, lieb, gehorsam, ideenreich.....


In der Regel fällt es uns bei anderen Menschen sehr leicht Eigenschaften auszumachen, die wir nicht mögen oder die wir unsympathisch finden.


Wesentlich schwerer fällt es uns, wenn es um uns selbst geht.


Denken wir einmal an einen Mitarbeiter oder Kollegen, über den wir uns sehr ärgern oder der uns gehörig auf die Nerven geht:

Er scheint etwas in sich zu haben, es scheint etwas in seiner Natur zu liegen, er scheint eine Eigenschaft zu haben, die per se - also grundsätzlich - Verärgerung hervorruft.

Etwas „ärgerlich Machendes“ scheint von ihm auszugehen, dem wir ausgesetzt sind und für das wir nichts können.


Wir sind praktisch das „Opfer“ dieser ärgerlich machenden Person.


Nun, irgendein anderer Mensch, vielleicht seine Ehefrau, seine Freundin, ein anderer Kollege oder auch sein Kind, sehen in dieser betreffenden Person jedoch einen ganz und gar liebenswerten Menschen mit sehr sympathischen Eigenschaften.


Diese andere Person erlebt also den „ärgerlich machenden Menschen“ als das genaue Gegenteil wie wir die Person sehen.

Darüber lohnt es sich tatsächlich mehrere Minuten nachzudenken.


Was sagt uns das nämlich?

Das die uns ärgerlich machende Eigenschaft nichts mit der betreffenden Person zu tun hat.

Es gibt keine „innewohnende Eigenschaft“ dieser Person, die per se Ärger verursacht, da diese Eigenschaft sonst auch für jeden anderen Menschen auf diese Weise erfahrbar wäre.


So ist es aber nicht.


Spürst du deinen inneren Widerstand gegen diese Aussage?


Mir jedenfalls geht es immer wieder so, dass ich in bestimmten Situationen einfach nicht glauben will, dass es genau so ist.


Das müssen wir erst einmal verdauen.

Es muss also einen anderen Grund haben.

Denn wir erleben manche Menschen nun mal als nervig, ärgerlich, nett oder sympathisch.


Wenn es nun aber nicht auf die betreffenden Menschen zurückzuführen ist, worauf dann?


Wenn wir bereit sind, uns wirklich ehrlich mit unserer ganz persönlichen Sichtweise auseinanderzusetzen, wird es uns vielleicht möglich langfristig unsere Perspektive zu verändern.


Wir werden feststellen, dass es etwas mit uns selbst zu tun haben muss, mit unserer Sicht bzw. mit unserer Wahrnehmung dieser Person.


Es ist etwas in uns selbst, das uns diesen Menschen nervig erscheinen lässt.

Es hat also ausschließlich mit uns selbst zu tun.


ich weiß, dass das wirklich schwer zu schlucken ist, denn wir sind doch so davon überzeugt, dass unsere Wahrnehmung richtig ist.


Wie kann das sein? Und wie könnten wir diese Erkenntnis für uns nutzen?


In Situationen, in denen wir feststecken, in denen wir vielleicht auch unseren Kindern oder unserem Partner negative Eigenschaften zuschreiben, sollten wir uns in Zukunft versuchen daran zu erinnern, dass es ausschließlich unsere ganz persönliche Wahrnehmung ist und somit keine festgeschrieben Tatsachen - wie wir die Dinge betrachten.


Falls du mit mir arbeiten möchtest oder Fragen an mich hast, ruf mich an und vereinbare ein kostenloses Erstgespräch unter: +49 176 621 00 257 oder

schreibe mir einfach eine kurze email unter: kontakt@kinderhochdrei.de

Ich freue mich auf Dich! Claudia

Stichwort: Erziehungsberatung online.


Die Dinge /Menschen verhalten sich nur für uns so, da nur wir sie im Augenblick auf diese Weise wahrnehmen.

Dann können wir inne halten und uns darum bemühen, die Situation und die Person aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten.


Überlege dir, wer diese Situation aus einer völlig anderen Perspektive betrachten würde. Wer würde diese Situation vielleicht sogar richtig schön finden und sich darüber freuen?

Ich weiß sehr wohl, dass das keineswegs einfach ist, denn leider können wir auch nicht einfach eine Situation, die wir als negativ wahrnehmen nur deswegen ändern, weil wir es so wollen oder wünschen.


Wir können jedoch lernen, bewusster zu reagieren, inne zu halten und spontane negative Reaktionen unsererseits zu stoppen und uns fragen:


• Was fühle ich gerade?


• Gib dem Gefühl eine Bezeichnung und sage dir z.B.:

Ich fühle die Energie der Wut in meinem Körper, oder ich fühle die Energie des Ärgers usw. Dadurch schaffen wir etwas Distanz zu unserem Gefühl - wir identifizieren uns weniger mit

dem Negativen und können dadurch eventuell bewusster reagieren und etwas klarer sehen.


• Wo sitzt die Energie?


• Was sehe ich gerade? Was nehme ich wahr? Was interpretiere ich?


• Wie werde ich in 10 Jahren darüber denken?


• In welcher Situation habe ich schon genauso oder sehr ähnlich gehandelt (reagiert) wie

mein Kind (oder mein Mann) sich gerade verhalten?


• (Wenn es um den Partner geht) Wie würde der beste Freund meines Mannes oder die

beste Freundin meiner Frau die Situation betrachten?


• Welche Erklärung für das Verhalten deines Kindes hätte eine liebevolle Erzieherin, eine

gelassene, wohlwollende Freundin?

Auf diese Weise schaffen wir Abstand zu unserem eigenen starken Gefühl und können nach und nach die Dinge auch aus anderer Perspektive wahrnehmen.

• Dein Denken wird flexibler.

• Dein Denken wird offener.

• Dein Fokus und deine Wahrnehmung richtet sich mehr auf dich, statt auf andere.

• Deine Wahrnehmung verändert sich.

• Deine Reaktionen werden Schritt für Schritt friedlicher, bewusster und freundlicher.

• Deine Achtsamkeit für dich und deine Umgebung wird zunehmen.


Falls du mit mir arbeiten möchtest oder Fragen an mich hast, ruf mich an und vereinbare ein kostenloses Erstgespräch unter: +49 176 621 00 257 oder

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