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Werde flexibler in deiner Wahrnehmung!

Aktualisiert: 22. Aug. 2022



Wenn wir andere Menschen betrachten oder beobachten, erkennen wir in ihnen viele unterschiedliche Eigenschaften.



Manche dieser Eigenschaften bewundern wir vielleicht, finden sie liebenswert und sympathisch.

Andere Eigenschaften lehnen wir ab, finden sie unerträglich oder sie machen uns sogar wütend.


Auch in unseren Kindern entdecken wir unzählige Eigenschaften, und gehen davon aus, das sie so sind, wie sie uns in diesem Moment erscheinen.

So ist mein Kind eben: schwierig, zappelig, lieb, sportlich, gehorsam, ideenreich.....


In der Regel fällt es uns bei anderen Menschen sehr leicht Eigenschaften auszumachen, die wir nicht mögen oder die wir unsympathisch finden.


Schwerer fällt uns das, wenn es um uns selbst geht.


Denken wir einmal an einen Mitarbeiter oder Kollegen, über den wir uns sehr ärgern oder der uns auf die Nerven geht. Er scheint etwas in sich zu haben, es scheint etwas in seiner Natur zu liegen, er scheint eine Eigenschaft zu haben, die per se Verärgerung hervorruft.


Etwas „ärgerlich Machendes“ scheint also von ihm auszugehen, dem wir ausgesetzt sind und für das wir scheinbar absolut nichts können.


Wir sind praktisch das „Opfer“ dieser ärgerlich machenden Person und müssen sie ertragen.


Nun, irgendein anderer Mensch, vielleicht seine Ehefrau, seine Freundin, ein anderer Kollege oder auch sein Kind, sehen in dieser betreffenden Person jedoch einen ganz und gar liebenswerten Menschen mit sehr sympathischen Eigenschaften.


Die andere Person erlebt also den „ärgerlich machenden Menschen“ als das genaue Gegenteil dessen wie wir sie erleben.


Wer hat nun Recht?


Beide oder keiner von beiden?


Was könnten wir uns jedoch zu Herzen nehmen und daraus folgern?


Das die uns ärgerlich machend


e Eigenschaft nichts mit der betreffenden Person zu tun hat.


Es gibt offenbar keine „innewohnende Eigenschaft“ dieser Person, die per se Ärger verursacht, da diese Eigenschaft sonst auch für jeden anderen Menschen auf diese Weise erfahrbar wäre.


Das sollten wir erst einmal gründlich verdauen.


Es muss also einen anderen Grund haben.

Denn wir erleben manche Menschen nun mal als nervig, ärgerlich, nett oder sympathisch.


Wenn es nun aber nicht auf die betreffenden Menschen zurückzuführen ist, worauf dann?


Wenn wir bereit sind, uns ehrlich mit unseren ganz persönlichen Sichtweisen auseinanderzusetzen, wird es uns vielleicht möglich langfristig unsere Perspektive zu ändern.


Dann stellen wir nämlich fest, dass es etwas mit uns selbst zu tun haben muss, mit unserer Sicht bzw. mit unserer ganz ind


ividuellen Wahrnehmung dieser Person.

Es ist etwas in uns selbst, das uns diesen Menschen nervig erscheinen lässt.

Es hat also ausschließlich mit uns selbst zu tun.


Schwer zu verdauen? Schwer vorzustellen?


Nimm einfach einmal an, es wäre tatsächlich so..Wie könntest du diese Erkenntnis für dich nutzen?


In Situationen, in denen wir feststecken, in denen wir vielleicht auch unseren Kindern oder unserem Partner negative Eigenschaften zuschreiben, sollten wir versuchen uns daran zu erinnern, dass es ausschließlich unsere ganz persönliche Wahrnehmung ist und somit keine festgeschrieben Tatsachen.


Wir könnten inne halten und über


legen, für wen diese Situation in diesem Augenblick ganz anders erscheinen würde. Dadurch erinnern wir uns daran, dass das Erleben ausschließlich von UNS ausgeht und nichts mit einer objektiven Wahrnehmung zu tun hat!


Die Dinge /Menschen verhalten sich nur für uns so, da nur wir sie im Augenblick auf diese Weise wahrnehmen.


Du kannst also inne halten und dich darum bemühen, die Situation und die Person aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Ich weiß sehr wohl, dass das keineswegs einfach ist, denn leider können wir auch nicht einfach eine Situation, die wir als negativ wahrnehmen nur deswegen ändern, weil wir es so wollen oder wünschen.

Ich weiß sogar, dass es Situationen gibt, da wirst du dich völlig dagegen wehren, dass es unmöglich nur deine Sichtweise sein kann.

Wenn du aber flexibel bleibst und dir immer wieder die Mühe machst Geschehnisse auf diese Weise zu betrachten, beginnst du dich zu verändern und deine Reaktionen verändern sich mit.


Du kannst immer friedlicher, achtsamer und freundlicher reagieren.

Du kannst lernen, bewusster zu reagieren, inne zu halten und spontane negative Reaktionen deinerseits stoppen und dich fragen:




• Was fühle ich gerade?


• Dem Gefühl eine Bezeichnung geben und dir z.B.sagen:


Ich fühle die Energie der Wut in meinem Körper, oder ich fühle die Energie des Ärgers usw. Dadurch schaffst du etwas Distanz zu deinem Gefühl - du identifizierst dich etwas weniger mit

dem Negativen und kannst dadurch etwas Klarer sehen und besser selbstbestimmt agieren als

einfach nur wie "ferngesteuert".


• Wo sitzt die Energie in meinem Körper?


• Was nehme ich gerade wahr?



• Wie werde ich in 10 Jahren darüber denken?


• In welcher Situation habe ich schon genauso oder sehr ähnlich gehandelt (reagiert) wie

gerade mein Kind (oder mein Mann) handeln?


• (Wenn es um den Partner geht) Wie würde der beste Freund meines Mannes oder die

beste Freundin meiner Frau diese Situation betrachten?


• Welche Erklärung für das Verhalten deines Kindes hätte eine liebevolle Erzieherin, eine

gelassene, wohlwollende Freundin?


Auf diese Weise schaffst du immer mehr Abstand zu deinem eigenen starken Gefühl und kannst nach und nach die Dinge auch aus einer anderen Perspektive wahrnehmen.


• Dein Denken wird flexibler.



• Dein Denken wird offener.

• Dein Fokus und deine Wahrnehmung richtet sich mehr auf dich, statt auf andere.

• Deine Wahrnehmung verändert sich.

• Du wirst achtsamer und bewusster in deinen Reaktionen.


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