Gelassen in die Pubertät — In Verbindung bleiben in stürmischen Zeiten

Aktualisiert: März 14


Mädchen_Skateboard | Erziehungsberatung

Viele Eltern fürchten sich vor der Pubertät als „schwierige Phase“ in der Entwicklung von Kindern.


Wir werden nämlich plötzlich mit Themen konfrontiert, die uns zum Teil selbst verunsichern und eventuell sogar Angst machen:

Alkohol, Drogen, Sexualität, neue Interessen, neue Freunde, Partys, „Social Media“, verbale Ausfälligkeiten, Veränderungen im Aussehen, Tattoos, Piercing etc.


Unsere bis dahin „lieben Kinder“ stellen plötzlich unsere Vorstellungen und Ansichten nur noch in Frage. Sie beginnen ihren eigenen Weg zu suchen und "hören" nicht mehr auf unsere Ratschläge, sondern schlagen sie eher sofort in den Wind!


Der Weg, den sie einschlagen, verläuft unter Umständen genau konträr zu unseren Hoffnungen, Wünschen und Erwartungen.


Manchmal „verstehen“ wir sie einfach nicht mehr, sie erzählen uns nichts mehr und wir verfallen in große Sorge darüber, ob sie sich auch weiterhin „richtig“ entwickeln werden.


Die Entwicklungszeit der Pubertät ist aber eigentlich nicht das ursächliche Problem.


Wir neigen dazu sie auf diese Weise zu betrachten, da wir Eltern plötzlich weniger Anerkennung, weniger Zustimmung, weniger Teilnahme, weniger Gehör, weniger „Macht“ usw. haben.


Wir erleben plötzlich, dass unser Kind sich wahrhaftig zu einem eigenständigen Wesen entwickelt und wissen nicht, wohin seine Reise gehen wird - das macht uns Angst und beunruhigt uns zutiefst.

Dieses „Nichtwissen“, dieses Gefühl des scheinbar „Nichts mehr in der Hand haben“ führt zu großer Verunsicherung , zumal wir den Eindruck haben, als wisse unser Kind ebenso wenig, wohin seine Reise geht.


Machen wir uns zuerst einmal klar, dass Sorge und Angst uns nicht weiter helfen und schlechte Ratgeber sind, da unser Denken und unsere Gefühle davon „blockiert“ werden.

Wenn wir uns von Sorge und Angst leiten lassen, beginnen sich unsere Gedanken nur noch darum zu drehen, was alles Schlimmes passieren könnte.

Wir befinden uns im Kopf praktisch immer in einer Version des: Was ist wenn....?

In dieser Verfassung sind wir nicht mehr im Stande klar im JETZT zu handeln und adäquat auf unser Kind einzugehen.


Sorge und Angst sind außerdem Anzeichen mangelndem Vertrauens.


Wenn wir voller Sorge und Angst sind, sollten wir einen anderen Weg einschlagen.

Denn gerade jetzt brauchen unsere Kinder unser Vertrauen:


Sie wollen erleben, dass wir darauf vertrauen, dass sie ihren richtigen, ganz persönlichen Weg finden und das sie für sich verschiedene Wege ausprobieren dürfen und sogar ausprobieren müssen, um den für sich richtigen Weg einschlagen zu können.


Wie haben wir alsJugendliche unseren Weg gefunden? Indem wir immer auf unsere Eltern gehört haben?


Glauben wir wirklich, dass wir besser wissen wohin die Reise für sie gehen kann?


Vertrauen und Zuversicht in unser Kind zu entwickeln und die Überzeugung loszulassen, wir Eltern wüssten besser, wie es seinen Weg zu gehen hat oder welchen Weg es zu gehen hat, ist sehr schwer und erfordert von uns Mut, ständige Reflexionsfähigkeit, Geduld, Achtsamkeit und Vertrauen.


Wenn wir das Vertrauen nicht haben, sollten wir unsere Beziehung zu unserem Kind prüfen:


Denn unsere Beziehung zu unseren Kindern beruht auf den vielen zurückliegenden Jahren.Diese bilden unser gemeinsames Fundament, wie wir miteinander sprechen, wie wir uns gegenseitig zuhören und wie ernst wir uns nehmen.


Folgende Fragen können helfen:


• Sind wir bereit uns auch Schwierigkeiten zu stellen?

• Stimmen unsere Worte mit unseren Handlungen überein? Wie authentisch sind wir?


• Übernehmen wir echte Verantwortung und zeigen unsere Liebe und Wertschätzung gegenüber

unseren Kindern - auch wenn wir nicht mit ihrem Verhalten einverstanden sind?

• Sind wir daran interessiert, ihnen zuzuhören und sie wirklich kennen zu lernen? Wie ernst

nehmen wir ihre Aussagen, ihre Verunsicherungen, ihre Gedanken?


• Haben wir die Courage uns auch mit unseren Fehlern zu zeigen?


Jugendliche sind nur scheinbar wenig daran interessiert, die Meinung ihrer Eltern zu hören.

Sie brauchen nur scheinbar niemanden mehr, der zu Hause anwesend ist.

Sie brauchen uns sehr wohl – auch wenn sie uns das nicht mehr unbedingt zeigen.

Sie streben danach, Verantwortung zu übernehmen, erwachsen zu werden, eigene Entscheidungen treffen zu können, ihren Weg zu finden und dazu müssen sie alte Wege verlassen und sich aus ihrer Komfortzone hinausbewegen.


Sie wollen wissen: Wer bin ich ohne dich - ohne meine Eltern?


Sie wollen sich selbst kennen lernen, die Welt verstehen, andere Menschen und andere Überzeugungen kennen lernen und greifen dafür häufig zu Extremen.


Sie suchen ihren Platz in der Welt, den wir Eltern leider auch nicht kennen - und das macht uns Angst.


Angst ist aber der schlechteste Ratgeber:

In Angst handeln und sagen wir Dinge, die wir hinterher meistens bereuen, da wir nicht bei klarem Bewusstsein sind.

Aus Angst und Sorge sie könnten „auf die falsche Bahn geraten“ handeln und sprechen wir, als seien sie schon verurteilt und nicht wirklich zurechnungsfähig und zeigen ihnen damit, dass wir kein Vertrauen in ihre Urteilskraft und ihre Eigenverantwortung haben.

Das wir IHNEN eigentlich nicht vertrauen.


Jugendliche sollten Fehler machen dürfen, falsche Entscheidungen treffen dürfen, andere als "unsere Vorstellungen" ausprobieren dürfen.

Und wir sollten Ihnen beistehen und zeigen, dass wir trotzdem immer zu ihnen stehen und bereit sind sie wieder aufzufangen, falls es notwendig sein sollte. Und ihnen damit unsere Liebe zeigen.


Für unsere Kinder ist es notwendig sich von uns abzugrenzen, um herauszufinden wer sie sind:


• Sie brauchen unser Vertrauen.

• Sie brauchen Vertrauen darin, wer sie sind, auch wenn sie sich nicht immer danach

verhalten.

• Sie brauchen unser wirkliches Interesse an ihrem Leben und an ihrer Suche.


• Sie brauchen unsere besondere Achtsamkeit.


• Sie brauchen uns als Zuhörer.


• Sie brauchen uns als Vertraute auf ihrem Weg, als Verbündete die zuversichtlich sind, dass

sie ihren Weg finden werden. Wenn auch manchmal über Umwege.


Sie brauchen weder unsere „Besserwisserei“ noch unsere ständigen Vorwürfe.


Erkennen wir ihre Suche an und entwickeln Mitgefühl für ihre schwierige Situation, stehen wir zu ihnen - aber vertreten trotzdem unseren Standpunkt liebevoll und zeigen ihnen immer unsere Liebe. Auf diese Weise ermöglichen wir ihnen, sich selbst mit ihren Stärken und Schwächen kennenzulernen und anzunehmen.

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Überprüfen unserer Kommunikation


„Passen sie auf, wie Sie mit ihren Kindern sprechen. Eines Tages wird das nämlich zu ihrer inneren Stimme werden.“ (Peggy O‘Mara)


Wie pflegen wir in unserer Familie miteinander zu sprechen?

Beantworten wir uns einmal folgende Fragen:

  • Wie häufig sprechen wir mit unserem Kind in einem wirklichen Dialog? Tauschen uns also wirklich darüber aus, wie der jeweils andere eine Sache betrachtet. Hören unserem Kind wirklich zu und denken über seine Sicht der Wirklichkeit nach?

  • Wie häufig belehren wir unser Kind über etwas, weil wir glauben, wir wissen es besser?

  • Wie häufig halten wir Monologe?

  • Wie häufig „interviewen“ wir unser Kind über seine Verhaltensweisen, seine Freunde usw.?

  • Wie häufig machen wir unserem Kind Vorwürfe darüber, welche Haltung es z.B. in der Schule zeigt?

  • Wie häufig fordern wir von unserem Kind etwas ein, was wir selbst nicht tun?

  • Wie häufig zeigen wir Interesse an unserem Kind, seinen Gedanken, Überlegungen, Sichtweisen?

  • Wie häufig fragen wir unser Kind nach seiner Meinung zu einem bestimmten Thema?

  • Wie häufig sind wir dazu bereit, in einem Gespräch mit unserem Kind zu neuen Einsichten zu kommen?

  • Wenn wir ein unerwünschtes Verhalten bei unserem Kind beobachten - wie oft wollen wir wirklich verstehen, wieso es dieses Verhalten zeigt? Wie oft lassen wir uns auf ein wertschätzendes, interessiertes Gespräch ein? Ohne Vorverurteilung?

Ein Beispiel:

Silvia ist 14 Jahre alt. Ihr fällt es sehr schwer, morgens aufzustehen und rechtzeitig zum Frühstück zu erscheinen. Beide - Mutter und Tochter - fühlen sich deshalb gestresst und sind genervt.


Deshalb verabreden sie sich zu einem klärenden Gespräch:


Mutter: "Ich sehe, wie schwer es dir fällt, morgens aufzustehen und rechtzeitig zum Frühstück zu kommen. Ich fühle mich deswegen jeden Morgen gestresst, da ich immer denke, ich komme deshalb zu spät zur Arbeit und du zu spät zur Schule. Ich möchte wissen, wie du darüber denkst?"


Silvia: "Ich mag es nicht, wenn du mich morgens schon so mies gelaunt weckst. Ich bin morgens total müde und kann es echt nicht haben, wenn ich ständig angetrieben werde."


Mutter: "Was schlägst du vor? Hast du eine Idee, wie wir es besser machen könnten?"


Silvia: "Ich könnte etwas später aufstehen. Ich könnte locker noch 15 Minuten länger schlafen, da ich sowieso nicht richtig frühstücken möchte. Du zwingst mich dazu."


Mutter: "Hast du morgens keinen Hunger?"


Silvia: "Nein, ich möchte nur etwas Kleines aus der Hand essen, das reicht mir.

Länger schlafen ist mir wichtiger."


Mutter: "Bist du bereit, dir morgens einen Wecker zu stellen und selbstständig aufzustehen?"


Silvia: "Ja klar. Hörst du dann damit auf, mich zu einem Frühstück zu zwingen? Ich habe wie gesagt morgens keinen großen Hunger. Und ich nehme mir dann einfach etwas vom Frühstückstisch."

Mutter: "Okay, das habe ich gehört. Es fällt mir schwer, da ich immer das Bedürfnis habe, dir etwas zum Essen zu machen. Aber es ist in Ordnung. Wir werden das in Zukunft auf diese Weise versuchen und sehen, ob das gut für uns beide ist."


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Als Eltern neigen wir leider oft dazu, unsere festgefahrenen Ansichten darüber, wie etwas zu sein hat, unseren Kindern überzustülpen. In diesem Fall ist die Mutter bereit, auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Tochter einzugehen und ihr die Verantwortung für das Aufstehen und das Frühstück zu übergeben.

Silvia wird sich auf diese Weise ernst genommen und gehört fühlen. Jugendliche wollen und sollen lernen, immer mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen.


Einerseits beklagen wir ihre scheinbare Verantwortungslosigkeit, gleichzeitig halten wir sie aber auch häufig davon ab, Verantwortung zu übernehmen und lassen nicht zu, dass sie ihre Vorstellungen leben können.

Wir können Lernen besser zuzuhören und über ihre Vorschläge ernsthaft nachdenken.


Hören wir damit auf, ihnen vorzuschreiben, wie die Dinge unserer Meinung nach zu sein haben und fragen sie nach ihren Vorschlägen und Wünschen.



Mitbestimmung zulassen


Die Welt ist voller Gefahren.

Wir Eltern wissen das und deshalb haben wir das Bedürfnis, unseren Kindern strenge Grenzen zu setzen und sie davor zu beschützen.

Wie sollen wir reagieren, wenn unser 14 - jähriges Kind völlig alkoholisiert nach Hause kommt - oder Alkohol auf eine Party "geschmuggelt hat, obwohl ausgemacht war, keinen Alkohol zu trinken?


Auf welche Weise lernen Kinder Verantwortung?


In anderen Kulturen wird traditionell der Eintritt von Kindern in die Geschlechtsreife gefeiert.

Sie werden danach als Erwachsene behandelt und es werden ihnen entsprechende Aufgaben übertragen. Man erwartet von ihnen, dass Sie sich dementsprechend verhalten und Verantwortung für sich übernehmen.


Auf welche Weise versuchen wir bei unseren Kindern Verantwortlichkeit zu erreichen?

Indem wir ihnen Konsequenzen androhen?

Indem wir sie darauf hinweisen, dass sie sich auf dem falschen Weg befinden?


Die Art wie wir Grenzen setzen, bestimmt immer unsere Beziehungsqualität.

Wenn Grenzen durch Angst & Drohungen gesetzt werden, beruht auch die Beziehung auf Angst, Unterwerfung, Misstrauen, Rebellion und Wut.


Es ist nachgewiesen, dass Kinder, die in einem sehr strengen und kommandierendem Elternhaus aufwuchsen, eher dazu neigen, der Moral, den Werten und den Regeln ihrer Eltern zuwider zu handeln, zu lügen.

Es herrscht in der Regel kein Vertrauen zwischen Eltern und Kind sondern eine Beziehung, die geprägt ist durch Angst und Rebellion. s.o.

Deshalb wird sich das Kind eher nach außen orientieren und sich andere Gesprächspartner und Vertraute suchen, die ihm zuhören und es ernst nehmen.


Ein nachlässiges Elternhaus, das gar keine oder sehr wenige Regeln aufstellt, auf die Einhaltung der Regeln weder achtet, noch sich um das Verhalten der Kinder kümmert, kann allerdings ebenfalls dazu führen, dass die Kinder sich vernachlässigt, unsicher und ungeliebt fühlen.

Kinder fühlen sich ebenfalls nicht ernst genommen und mit ihren Wünschen und Vorstellungen gesehen. Auch sie werden eher dazu tendieren, sich außerhalb der Familie nach Vertrauenspersonen und Werten umzuschauen.

Machtkampf oder Mitbestimmung und Verantwortung?


• Welchen Weg wollen wir gehen?


• Welche Beziehung wollen wir zu unseren Kindern? Wie wollen wir sie gestalten?


• Glauben wir daran, dass Strafen und sogenannte Konsequenzen unseren Kindern dabei

helfen, einen sinnvollen und für sie richtigen Lebensweg einzuschlagen?


• Was lernen sie aus ihrem Verhalten, wenn wir sie bestrafen?


• Erhalten sie Einsicht in ihre Fehler oder lernen sie ihre Handlungen eher geheim zu halten und

sich uns zu widersetzen?

Lassen Sie sich einmal auf folgendes Gedankenspiel ein:


Nehmen wir einmal an, wir haben uns unserem Partner gegenüber falsch verhalten.

Unser Partner reagiert darauf, indem er von uns verlangt, eine Woche kein Fernzusehen.

Würde diese „Strafe“ Sie dazu bewegen, ihren Partner besser zu verstehen?

Würden sie dadurch mehr Verständnis und Nähe zu ihrem Partner entwickeln?

Würde es Sie dazu veranlassen, die Wünsche ihres Partners mehr zu berücksichtigen?

Sie würden es eher absurd finden und einen Streit anfangen.


Durch Strafen nutzen wir unsere Stärke und unsere Macht gegenüber unseren Kindern aus.

Strafen führen jedoch nicht zu Einsicht, bereiten keineswegs den Boden für ein besseres Verhalten oder mehr Verständnis.

Wir werden dadurch keineswegs glaubwürdiger oder vertrauenswürdiger. Unsere Kinder werden eher dazu neigen, ihr Fehlverhalten vor uns zu verbergen und uns nichts mehr anzuvertrauen.

Strafen führen bei unserem Kind entweder zu „Unterwerfung“ oder zur „Revolution“.

Deshalb gilt es einen anderen, dritten Weg zu finden.


Dieser führt über das Lernen von Eigenverantwortung, Mitbestimmung und Vertrauen.


Betreten Sie andere Wege und gehen Sie mit ihrer Macht anders um!

Stellen Sie die Familienregeln gemeinsam mit ihrem Kind auf. Diese Regeln sollten sich laufend mit dem Älter werden verändern und anpassen, sind also keineswegs starr. Je älter das Kind wird, desto größer seine Verantwortung und Mitbestimmung.


Was also tun, wenn ihr 14 -Jähriges Kind alkoholisiert nach Hause kommt?


Wir kümmern uns erst einmal um unser Kind. Wir helfen ihm ins Bett und sprechen erst am nächsten Tag mit ihm darüber. Es wird ihm am nächsten Tag nicht gut gehen. Es wird spüren, dass es sich nicht gut anfühlt, so viel Alkohol zu trinken. Verkneifen wir uns daher Belehrungen und Besserwisserei.

Unterhalten wir uns lieber darüber, wie es dazu gekommen ist. Wie kam es dazu, soviel zu trinken? Wie fühlt es sich jetzt?

Hören wir ihm dabei wirklich zu und unterhalten uns mit ihm ohne Vorwürfe darüber, haben wir die Chance zu erfahren, ob es sich zum Beispiel von seiner Clique dazu gedrängt fühlte. Wir könnten also erfahren, wie es ihm geht und was es fühlt. Erst dann, können wir ihm wirklich helfend beiseite stehen und eine Entscheidung treffen.

Danach können wir mit ihm darüber sprechen, wie es zu der bisherigen Vereinbarung steht. Das bedeutet keineswegs, dass wir nachgeben und die Regel ändern müssen. Es bedeutet, dass wir in einen Dialog mit ihm treten und ihm unsere klare Haltung zeigen. Als Eltern sind wir ständig darum bemüht, eine ständige Balance zu finden und diese immer wieder neu auszurichten, je älter unser Kind wird.

Als Eltern müssen wir um eine ständige Balance bemüht sein und diese immer wieder neu ausrichten, je älter das Kind wird. Erziehung erfordert ständiges Wachstum, ach von uns. Ständig neue Herausforderungen, permanente Selbstreflexion und immer wieder neue Anpassungen. Wir müssen mit unseren Kindern wachsen, damit wir mit ihnen in Verbindung bleiben und sie unterstützen können.

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